THOMAS KRAFT lebt als Autor, Literaturkritiker und Veranstalter in Herrsching am Ammersee. In diversen Projekten bemüht er sich um eine fröhliche Symbiose von Literatur, Film und Rockmusik.

Editorial zum Programmheft

Alle reden über die Umwelt, der Klimawandel ist vielerorts bereits spürbar. Da ist es nur konsequent, dass sich auch Autorinnen und Autoren dieses Problems annehmen. Und sie tun das auf mannigfaltige Weise: politisch, literarisch, wissenschaftlich. Das Allgäuer Literaturfestival, das in einer Region stattfindet, die sich durch eine besondere Nähe zur Natur auszeichnet und auch in vielerlei Hinsicht von einer intakten Fauna und Flora profitiert, nimmt diese Reaktionen nur allzu gerne auf. Dem Festivalteam und seinen Partnern ist es ein besonderes Anliegen, denen einen Resonanzraum zu bieten, die sich auf ihre ganz spezifische Weise mit den Veränderungen auseinandersetzen und ihr Publikum für diese Themen sensibilisieren wollen.

Und so stoßen Sie als Gäste des Festivals in diesem Frühjahr unter anderem auf den Pflanzenretter und Botaniker Jürgen Feder, der sich für die Vielfalt und den Schutz unserer Arten einsetzt und anschaulich zeigt, was jeder zum Erhalt auch scheinbarer Unkräuter beitragen kann. Die Meeresbiologin Frauke Bagusche führt uns in die Welt der Ozeane, die durch Mikroplastik und Überfischung in ihrer Existenz gefährdet sind und ihren immer noch bestehenden Zauber zu verlieren drohen. Die Krimiautorin und Tierschützerin Nicola Förg lädt zum Waldbad ein, Norbert Scheuer zeigt, wozu Bienenstöcke dienen können, Carmen Rohrbach entführt uns in die Wildnis Kanadas und Ewald Arenz in den heimatlichen Obstgarten. Und die Abenteurer Hubert Messner, Alexander Huber, Jochen Mesle und Max Kronek zeigen uns die Schönheit „ihrer“ Berge.

Kommen Sie und entdecken Sie mit uns die Welt der Literatur, die der Natur auf so wunderbare Weise verbunden ist!

 

Thomas Kraft